Standards für den Umgang mit Daten entwickeln

Allgemein, Forschung | 08.03.2012

TZI beteiligt sich an DFG-Projekt zum Aufbau eines einheitlichen Informationssystems in den Werkstoffwissenschaften

Sie testen die Festigkeit von Stahl, entwickeln Sprühverfahren zum Herstellen von Nanopartikeln, erproben Möglichkeiten zum Recyceln von Porenbeton oder sind auf der Suche nach neuen Werkstoffen für Autos oder Flugzeuge: Allein die Bremer Werkstoffwissenschaftler arbeiten in zahlreichen Forschungsprojekten. Allerdings wird bereits seit Jahren bemängelt, dass der interne, nationale und internationale Austausch der umfangreichen Forschungsdaten nicht optimal funktioniert. Der Grund: Das Datenmanagement basiert häufig auf dezentralen Insellösungen mit einem geringen Grad an Standardisierung. Das will ein Bremer Forscherteam unter Beteiligung der TZI-Arbeitsgruppe Digitale Medien von Professor Rainer Malaka jetzt in einem DFG-Projekt „Aufbau eines Informationssystems für werkstoffwissenschaftliche Forschungsdaten mittels Technologien semantischer Wissensverarbeitung“ verbessern. Partner sind als Projektkoordinator das Institut für Produktion und Logistik (BIBA) sowie die Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT). Ziel des dreijährigen Projekts ist, das bisher weitestgehend dezentral und heterogen organisierte Datenmanagement in eine leistungsfähige, zentral organisierte Dateninfrastruktur zu überführen, um dadurch werkstoffwissenschaftliche Forschungsdaten langfristig und nachhaltig der Forschergemeinde zur Verfügung zu stellen. Aus dem Projekt soll ein systematisches Vorgehen zum Umgang mit Forschungsdaten abgeleitet werden. Darauf aufbauend wird eine softwaretechnische Lösung entwickelt. Diese soll offen gestaltet sein, Standards unterstützen und Schnittstellen zu anderen etablierten Datenbanken und Suchmaschinen bieten.

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