Graduiertenkolleg

Empowering Digital Media

Gefördert von der Klaus Tschira Stiftung

Sprecher

Prof. Dr. Rainer Malaka

Telefon: +49 421 218-64402
Telefax: +49 421 218-64409

E-Mail: malaka(at)tzi.de

Überblick

Die digitale Revolution hat alle Lebensbereiche verändert. Digitale Medien verändern Politik, Privatleben, Wirtschaft und Bildung. In der aktuellen Welle der Digitalisierung werden sie noch stärker in unseren Alltag und unser Leben eingreifen, da sie immersiver und invasiver werden. Digitale Medien beschränken sich nicht mehr nur darauf, eine digitale Welt zu repräsentieren, die „hinter Bildschirm und Tastatur“ im Virtuellen bleibt. Stattdessen greifen sie einerseits in physischen Repräsentationen z. B. als Roboter oder selbstfahrende Autos direkt in unseren Alltag ein. Andererseits ermöglichen sie es, Nutzern in virtuellen Welten neue realistische Erfahrungen zu vermitteln.

Während viele dieser Entwicklungen des digitalen Zeitalters positive Aspekte zur Folge hatten, werden in den letzten Jahren auch immer wieder die Dystopien diskutiert, in denen die negativen Effekte der Digitalisierung hervorgehoben werden. Auf individueller Basis sind dies „Digitale Demenz“, „Smartphone-Abhängigkeit“ oder die zunehmende Unfähigkeit, Landkarten zu nutzen, da sich immer mehr Menschen auf Navigationssysteme verlassen. Auf gesellschaftlicher Ebene werden politische Manipulationen, Überwachung durch Konzerne und automatisierte Finanzmärkte genannt.

Das Graduiertenkolleg hat zum Ziel, die Rolle der Digitalen Medien in diesem Prozess zu untersuchen und Methoden und Artefakte zu gestalten, zu implementieren und zu evaluieren, die einen Beitrag dazu leisten, Menschen in ihrem Leben nachhaltig zu unterstützen und eine positive Wirkung auf die Gesellschaft zu entfalten. Im Gegensatz zur Sicht vieler technologischer Entwicklungen wollen wir Menschen nicht als (Be-)Nutzer, Konsumenten oder Kunden sehen, deren Rolle darin besteht, Produkte zu verwenden und zu kaufen. Stattdessen sollen Menschen als Bürger des digitalen Zeitalters, als „digital citizens“, im Zentrum stehen, die durch Digitale Medien mündiger, gebildeter, fähiger und letztlich zufriedener werden sollen. In diesem Sinne verstehen wir Empowering Digital Media als interaktive Systeme, die Menschen im Alltag helfen, ihre Ziele in einer selbstbestimmten Art zu erreichen.

Kooperationen

Neben der Universität Bremen ist das Graduiertenkolleg Empowering Digital Media eng mit den folgenden Organisationen vernetzt: