MarbleControl

Die Entwicklung der MarbleControl Prototypen ist getrieben von der Frage, wie eine einhändige, bewegungsbasierte Steuerung für ein mobilen Geräts aussehen kann, damit sie:

  1. möglichst leicht zu erlernen oder besser intuitive benutzbar ist (starker Aufforderungscharakter),
  2. nur eine niedrige mentale und körperliche Belastung erzeugt und
  3. einfach, effizient und effektiv einzusetzen ist.

Die Idee hinter MarbleControl ist, dass der Nutzer eine virtuelle Murmel durch neigen und Kippen des Gerätes steuern kann. Die Darstellung einer Murmel wurde ganz bewusst gewählt um einen starken Aufforderungscharakter der Steuerung zu erreichen. Die Murmel verhält sich ähnlich zu einem herkömmlichen Mauszeigers eines Dektop PCs.

Version 3

Der aktuelle Prototyp wurde für die Android Version 1.6+ implementiert und beherrscht auch den Umgang mit anderen Hardwarekonfigurationen als dem G1. Eine aktuelle Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage welche Abbildung der Neigung des Gerätes auf die Bildschirmposition der Murmel am geeignetsten ist.

Version 2

Für eine Neuimplementierung der MarbleControl-Metapher wurde das G1 gewählt, da es mit Android ersten eine sehr offene Softwareplattform bietet und zweitens bereits ein 3-Achsen Beschleunigungssensor mitbringt. Die Software basiert auf der Android Version 1.1 und hatte noch mit einigen Eigenheiten zu kämpfen.

Version 1

Der rechts abgebildete MarbleControl Prototyp ermöglicht eine einhändige Bedienung einer mobilen Applikation zum Zuschneiden von Bildern. Dies ist der erste mobile Prototyp der MarbleControl implementiert. Der verwendete PDA von Asus verfügt noch nicht über einen eingebauten Beschleunigungssensor. Oberhalb des PDAs ist eine Arduino Karte zu sehen, die einen Beschleunigungssensor auf einer Erweiterungsplatine trägt. Der Akkupack für die nötige Stromversorgung ist unterhalb des PDA angebracht. Die Aufteilung ist so gewählt, dass sich der eigentliche Schwerpunkt des PDA nicht verändert. Das Gerät ermittelt mittels der Beschleunigungssensoren den Vektor der Erdanziehungskraft und kann daraus die eigene Lage errechnen. Die virtuelle Murmel kann so vom Nutzer durch Neigen und Kippen des Geräts auf dem Bildschirm bewegt werden.

Mit diesem Prototyp wurden Studien durchgeführt um einen Vergleich zwischen MarbleControl und einer herkömmlichen Tastensteuerung anzustellen. Einige der Ergebnisse können in der Veröffentlichung "A Comparison of Motion and Keypad Interaction for Fine Manipulation on Mobile Devices"[pdf] gefunden werden.

Version 0

Für die ersten Tests wurde ein .Net Programm in C# geschrieben. Dieses erlaubt das Steuern eines Zeigers auf dem Monitor über das kippen und neigen einer WiiRemote.